Liegen am Drachensee wieder Giftköder?

Schon mehrfach verendeten Hunde nach einem Spaziergang bei Furth im Wald. Nun kämpft wieder ein Tier um sein Leben.

Furth im Wald. Hundebesitzer sollten in diesen Tagen einmal mehr besonders wachsam sein, wenn sie mit ihren Vierbeinern am Drachensee unterwegs sind: Möglicherweise ist wieder ein Giftköder ausgelegt worden. Thomas R., selbst Hundebesitzer aus Neukirchen b. Heiligen Blut, sagt: „Der Hund einer Bekannten kämpft gerade um sein Leben. Er war zuvor am Drachensee unterwegs.“ Es sei noch nicht sicher, ob das Leben des Hundes gerettet werden kann.

Bereits in der Vergangenheit waren am Drachensee und am nahe gelegenen Blätterberg Hunde verendet, nachdem sie vermutlich über ausgelegte Köder Gift gefressen hatten. Im aktuellen Fall war die vierjährige Luna am Freitag mit ihrem Herrchen am See unterwegs. „Am Abend habe ich schon gemerkt, dass etwas nicht stimmt, weil sie nicht mehr spielen wollte“, sagt Lunas Besitzerin Doris M. Der Berner-Sennen-Schäferhund-Mix sei schon lustlos gewesen. Am Samstag habe das Tier schon weniger gefressen, seit Sonntag erbreche es alles, was es aufnehme. Die Tierärztin habe eindeutig eine Vergiftung diagnostiziert. Ob ihr Hund es schaffen werde, sei mehr als ungewiss. Eine Röntgenuntersuchung stehe noch an, ob Luna auch einen Fremdkörper in sich habe.

Hundehasser offenbar seit Jahren unterwegs

Die Further Polizei sieht sich nicht zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert. „Nicht nur am Drachensee, auch auf dem Weg von Arnschwang nach Ränkam wurden schon Köder gefunden.“ Dort sei es vermutlich Rattengift gewesen, mit dem die Hunde vergiftet werden sollten, sagte ein Polizeisprecher gegenüber unserem Medienhaus.

Hundehasser sind aber offenbar seit Jahren immer wieder im gesamten Landkreis Cham unterwegs. Auch im Raum Waldmünchen waren bereits Köder gefunden worden. Bei Geigant hatte eine Gruppe Hundewanderer mit Glassplitter durchzogene Würstchen gefunden, am Gibacht waren angeblich Giftköder gefunden worden. Bei Weiding war vor knapp drei Jahren ein Hund durch in Wurstbrei versteckte Rasierklingen umgekommen, und auch bei Eschlkam, in Roding -Altenkreith an der B85 und in Neukirchen-Atzlern waren Hunde durch Köder verletzt oder getötet worden. Bis dato konnte kein einziger Verdächtiger gefasst werden.

Hundebesitzer sollen wachsam sein

„Das Problem ist, man müsste die Täter auf frischer Tat ertappen. Oder jemand aus der Bevölkerung gibt einen Hinweis“, heißt es dazu bei der Polizei. Hundebesitzer und Spaziergänger sollten also selber besonders wachsam sein. „Es besteht ja auch die Gefahr, dass Kinder die Köder erwischen“, sagt Thomas R. Er selbst geht mit seinem Hund inzwischen aus Furcht um sein Tier nicht mehr am Drachensee spazieren. „Ich suche mir dafür inzwischen andere schöne Fleckerl.“ (tf)

Quelle: Mittelbayerische

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Giftköder am Drachensee

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Giftköder am Drachensee 49.315813, 12.867447 30.10.2018 - Giftköder am Drachensee Schon mehrfach verendeten Hunde nach einem Spaziergang bei Furth im Wald. Nun kämpft wieder ein Tier um sein Leben.

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