Giftköder

Pahlen: Giftköder auf Pferdeweide ausgelegt – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

Giftkoeder

Pahlen / Stuttgart, 3. April 2019 – Tierquäler gesucht: Einer Polizeimeldung zufolge legte ein unbekannter Täter vermutlich am Samstagabend auf einer Koppel in der Fischerstraße in Pahlen Giftköder aus. Die Pferdehalterin entdeckte am Sonntagmorgen am Stallgebäude auf ihrer Weide mit Rattengift versetztes Getreide. Auf den dort installierten Kameras war zu sehen, wie ein Shetland-Pony und ein Norweger am Samstag um 22:15 Uhr an der Fundstelle etwas vom Boden aßen. Sie blieben jedoch glücklicherweise unverletzt. Die Polizei in Hennstedt ermittelt und nimmt unter der Telefonnummer 04836-1310 Hinweise auf den Giftausleger entgegen.

PETA setzt Belohnung aus
Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

„Der Unbekannte, der die Giftköder auf der Pferdewiese ausgelegt hat, muss sofort gestoppt werden, bevor noch Vierbeiner verletzt oder sogar getötet werden“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Weitere mögliche Geschädigte sollten unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. Mit Erfolg: Die Tierschutzorganisation zahlte vergangenes Jahr eine Belohnung von 1000 Euro an drei Pferdehalterinnen in Lorsch aus. Ihre Hinweise hatten einen Tierquäler, der im April 2016 eine Stute mit einem Dildo malträtierte, überführt. Auch zwei Frauen aus Dortmund haben bereits PETAs Belohnung erhalten, da sie im Februar 2017 einen Mann stellten, der mehrfach ihr Pony misshandelt hatte.

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Giftköder auf Pferdeweide ausgelegt

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